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Landwirtschaft versichern, heißt Landwirtschaft verstehen

Sie haben Landwirte als Kunden und sind sich unsicher, ob die Versicherungssummen der Betriebsgebäude stimmen? – WIR REGELN DAS.

Als landwirtschaftlicher Spezialversicherer hilft Ihnen die GVO bei der Wertermittlung. Unsere Landwirtschaftsspezialisten ermitteln für Sie den Wert der Gebäude – völlig kostenlos! Sie erhalten von uns eine detaillierte Bewertung aller landwirtschaftlichen Betriebsgebäude. Auf Basis dieser Wertermittlung gewähren wir den begehrten Unterversicherungsverzicht. Bei der Wertermittlung zeigt sich immer wieder, dass die bis dahin vereinbarte Versicherungssumme oftmals deutlich zu niedrig ist. Das Resultat: Im Schadenfall leistet der Versicherer nur anteilig.

Sie haben keine aktuellen Maße der Betriebsgebäude?

Als besonderen Service bieten wir Ihnen die Vor-Ort-Besichtigung an. Unsere Landwirtschaftsspezialisten besichtigen gemeinsam mit Ihnen die Betriebe Ihrer Kunden. Bei diesen Besichtigungsterminen werden alle risikorelevanten Daten zur Gebäude-, Inventar, Betriebshaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung erhoben. Im Nachhinein fertigen wir für jeden Betrieb ein Komplettangebot an, inklusive der Erstellung eines Wertgutachtens mit Bebilderung und Lageplan. Dieser besondere Service ist für Sie natürlich völlig kostenlos!

Unsere Landwirtschaftsspezialisten haben den Betrieb besichtigt? – Dann übernehmen wir auch die Haftung! Für die aufgenommenen Maße und die Berechnung der Versicherungssummen übernimmt die GVO die Verantwortung.
Im Klartext bedeutet das für Sie - Haftungsfreistellung in der Wert-/Summenermittlung.

Sie möchten sich ein Bild von unserem kostenlosen Vor-Ort-Service machen? - WIR REGELN DAS.

Schauen Sie sich gerne unseren Musterbetrieb an. Ein solches Komplettangebot inklusive Wertgutachten könnten auch Sie demnächst Ihren landwirtschaftlichen Kunden präsentieren.

Und bei allen anderen Fragen helfen wir Ihnen gerne persönlich.

Jan-Hendrik Böning

Direktionsbeauftragter Landwirtschaft/Gewerbe für VIP-/Großverbindungen und Pools
Tel.: 0441-9236174
jan-hendrik.boening@g-v-o.de

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Fragen, die uns häufig gestellt werden.

Landwirtschaftliche Sachversicherung

Wie stelle ich eine Angebotsanfrage an die GVO?
Nutzen Sie hierzu die Erfassungsbögen LDW-Gebäude und/oder LDW-Inventar.
Was gehört zum Gebäude?
Zum Gebäude gehören alle Gebäudebestandteile, die zur Nutzung des Gebäudes dienen. Hierzu zählen unter anderem die Stalleinrichtung, Elektrotechnik, Fütterungstechnik, etc. Auch Futtersilos die am Gebäude stehen, gelten als Gebäudebestandteil.
Was gehört zum landwirtschaftlichen Inventar?
Beim landwirtschaftlichen Inventar unterscheidet man grundsätzliche zwischen dem lebenden und dem toten Inventar.
Zum lebenden Inventar gehören die Tiere.
Zum toten Inventar gehören Maschinen, Geräte, Ernte und Vorräte.
Wie ermittelt man die Versicherungssummen?
Gebäude:
Auf der Grundlage von Bauzeichnungen, Daten zur Nutzung und Fotos des Gebäudes können wir die Versicherungssumme der Gebäude berechnen. Durch die Berechnung der Versicherungssumme gewährt die GVO Unterversicherungsverzicht.

Inventar: Hier gibt es zwei Möglichkeiten die Versicherungssumme zu berechnen. Zum einen kann eine Einzelaufstellung mit den entsprechenden Werten angefertigt werden. Zum anderen kann für Maschinen, Geräte, Ernte und Vorräte eine pauschale VS zu Grunde gelegt werden. Diese errechnet sich aus der bewirtschafteten Fläche (ha). Tiere, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und höherwertige Maschinen und Geräte müssen separat genannte werden.
Zeitwert, Neuwert u. gleitender Neuwert
In der landwirtschaftlichen Sachversicherung unterscheidet die GVO zwischen drei Versicherungswerten.

Gl. Neuwert: Ständig genutzte Gebäude in einem guten Zustand werden zum gl. Neuwert versichert. Dies hat den Vorteil, dass auch bei steigenden Baupreisen die Gebäude immer in gleicher Art und Güte errichtet werden können. In der Inventarversicherung gibt es diesen Wertansatz nicht.

Neuwert: Bei der GVO werden Gebäude selten zum Neuwert versichert, hier wird eine Absicherung zum gleitenden Neuwert empfohlen. In der Inventarversicherung können alle Maschinen und Geräte, die ständig im Gebrauch sind zum Neuwertversichert werden. Auch die Tiere, neuere selbstfahrende Arbeitsmaschinen und höherwertige Maschinen und Geräte werden zum Neuwert versichert.

Zeitwert: Gebäude in einem mäßigen Zustand, die bei einem Versicherungsfall auch nicht wieder aufgebaut werden, können zum Zeitwert versichert werden. In der Inventarversicherung werden nur ältere Maschinen und Geräte bzw. ältere selbstfahrende Zug- u. Arbeitsmaschinen zum Zeitwert versichert.
Gegen welche Gefahren ist eine Absicherung möglich?
Gebäude:
Gl. Neuwert => Feuer, Sturm/ Hagel, Elementar
Neuwert => Feuer, Sturm/ Hagel, Elementar
Zeitwert => Feuer
Inventar:
Feuer ohne Betriebsunterbrechungsversicherung (BU)
Feuer inkl. BU bis 50.000 € für 12 Monate
Feuer inkl. BU bis zur Versicherungssumme für 12 Monate
Feuer inkl. BU bis zur Versicherungssumme für 24 Monate
Sturm/ Hagel inkl. BU bis zur Versicherungssumme für 12 Monate
Elementar inkl. BU bis zur Versicherungssumme für 12 Monate.
Was ist bei den Tierwerten zu beachten?
Die GVO gibt durchschnittliche Tierwerte vor. Wir empfehlen allerdings immer zu prüfen, ob diese Werte für den Kunden realistisch sind. Beispielsweise geben wir für eine Färse/ Kuh 1.200 € vor. Bei einer Herdenleistung von 10.000 Kg reicht dieser Wert nicht aus. In diesem Fall sollte der Wert auf 1.400€ - 1.500€ je Färse/ Kuh erhöht werden.
Was ist bei selbstfahrenden Zug- und Arbeitsmaschinen zu beachten?
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen müssen immer separat aufgeführt werden. Es ist zwingend erforderlich die Bezeichnung/ Typ und das Baujahr anzugeben. Eine Absicherung ist zum Neuwert und zum Zeitwert möglich.
Was ist bei höherwertigen Maschinen und Geräten zu beachten?
Höherwertige, angehängte Maschinen und Geräte bzw. Anbaugeräte müssen ebenfalls separat aufgeführt werden.
Es ist zwingend erforderlich die Bezeichnung/ Typ und das Baujahr anzugeben.
Als höherwertige Maschinen und Geräte gelten diese, sofern der jeweilige Neuwert über 75.000 € liegt.
Was ist bei der Lagerung von Heu/ Stroh zu beachten?
Bei der Lagerung von Heu/ Stroh im Gebäude sind die vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften der GVO zu beachten. Zusätzlich gibt es zu diesem Thema entsprechende Merkblätter.
Eine Lagerung von Heu/ Stroh am Gebäude bzw. unter Vordächern ist unzulässig.
Unterschied zwischen pauschalierenden und optierenden Betrieben
Ein optierender Betrieb ist Vorsteuerabzugsberechtigt. Somit zahlt dieser die Nettopreise. In diesem Fall müssen die Versicherungssumme auch exkl. Steuer angeben werden.
Ein pauschalierender Betrieb zahlt die Bruttopreise. In diesem Fall müssen die Versicherungssummen inkl. Steuer angegeben werden.

Betriebshaftpflicht

Wie stelle ich eine Angebotsanfrage an die GVO?
Nutzen Sie hierzu den Erfassungsbogen Landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung.
Was leistet die Betriebshaftpflichtversicherung für meinen Betrieb?
Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Sie vor Schadenersatzansprüchen die Dritte gegen Sie oder Ihren Betrieb erheben. Die Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt, wie die Privathaftpflichtversicherung im privaten Bereich, den Ersatz von berechtigten Schadenersatzansprüchen sowie die Prüfung und Abwehr nicht berechtigter Haftpflichtansprüche. Sie leistet dabei „passiven“ Rechtschutz.
Welche Personen sind über die Privathaftpflichtversicherung versichert?
Im Rahmen der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung ist die Privathaftpflichtversicherung beitragsfrei mit versichert. Versichert sind:
  • Versicherungsnehmer (Betriebsinhaber)
  • Altenteiler und Hofnachfolger (sowohl in als auch außerhalb einer häuslicher Gemeinschaft)
  • in häuslicher Gemeinschaft lebende voll- und minderjährige Angehörige (z.B. Bruder, etc), die auf dem Betriebsgrundstück leben und dort auch polizeilich gemeldet sind.
Zum 14.11.2007 in das neue Umweltschadensgesetz in Kraft getreten. Sind Umweltschäden mitversichert?
Im Rahmen der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung ist die Umwelthaftpflicht-Basisversicherung beitragsfrei mit versichert. Die Umweltschaden-Basisversicherung sowie die Bausteine 1 und 2 können gegen Beitrag mitversichert werden.
Was ist ein Umweltschaden und wer unterliegt dieser Umwelthaftung?
Umweltschaden im Sinne des Umweltschadengesetzes ist eine Schädigung von Arten (Tiere und Pflanzen) und deren natürlichen Lebensräumen (sog. Biodiversität) sowie von Gewässern (einschließlich Grundwasser) und Boden. Die Umwelthaftung richtet sich gegen jeden, der den Schaden durch eine berufliche Tätigkeit schuldhaft verursacht hat. Wird der Schaden durch bestimmte Anlagen oder gefährliche Stoffe verursacht, haftet der Betreiber der Anlage oder der Verwender der Stoffe auch ohne Verschulden.
Warum benötige ich zusätzlich zur Umwelthaftpflichtversicherung noch eine Umweltschadensversicherung?
Die Umwelthaftpflichtversicherung bietet Versicherungsschutz für privatrechtliche Ansprüche Dritter wegen Sachschäden und Verletzungen von Personen. Bei der Umweltschadenversicherung geht es um Schäden an der Umwelt selbst, die durch das Umweltschadengesetz jetzt erstmals öffentlichrechtliche Ansprüche von Behörden auslösen. Diese Ansprüche waren bislang nicht versichert.
Sind Schäden am eigenen Boden/Grundstück oder am Grundwasser mitversichert?
Schäden am eigenen Boden/Grundstück oder am Grundwasser sind über die Umweltschaden-Basisversicherung nicht versichert. Durch unsere Bausteine 1 und 2 haben Sie aber die Möglichkeit Ihren Versicherungsschutz entsprechend zu erweitern.
Welche Umweltschäden wären denkbar?
Ein Landwirt lagert umweltgefährdende Pflanzenschutzmittel. Aus ungeklärten Gründen bricht im Betrieb ein Brand aus, in dessen Folge mit Pflanzenschutzmittel verseuchtes Löschwasser in den Boden des Nachbargrundstücks eindringt. Die giftige Brühe fließt in einen Bach, der nahe dem Grundstück verläuft, und sickert bis in das Grundwasser. Im Bach lebende Flusskrebse verenden. Die Folge für den Landwirt: Schon nach altem Recht mussten Sie für die Entgiftung des Nachbargrundstücks aufkommen. Nach der neuen Rechtslage müssen Sie nun auch für die Wiederansiedlung der geschützten Fauna, der Reinigung des Bachs und vor allen Dingen auch des Grundwassers sorgen.
Ist die sog. einfache Produkthaftpflichtversicherung mitversichert?
Ja. Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht wegen Personen- und Sachschäden, die durch:
  • hergestellte oder gelieferte Erzeugnisse
  • Arbeiten oder sonstigen Leistungen
nach Ausführung der Leistung oder nach Abschluss der Arbeiten entstehen.
Wo reicht die einfache Produkthaftpflicht aus?
Überall dort, wo die Erzeugnisse des Landwirts nicht weiterverarbeitet werden, reicht die einfache Produkthaftpflichtversicherung aus. Anders verhält es sich, wenn der Landwirt seine Erzeugnisse wie Kartoffeln, Eier, Getreide, Gemüse oder Obst an gewerbliche Abnehmer liefert, die sie weiterverarbeiten. Dann ist der Abschluss der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung zu empfehlen.
Welcher Produkthaftpflichtschaden wäre denkbar?
Der Landwirt verkauft auf seinem Hof mit Salmonellen verseuchte Eier an den Endverbraucher. Mehrere Personen erkranken. Es tritt ein Personenschaden ein.
Was sind Gewahrsamschäden?
Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers aus Beschädigung und Verlust von fremden Sachen - auch Zugmaschinen und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, jedoch nicht Kraftfahrzeugen anderer Art -, die er gemietet, gepachtet, geliehen hat, oder die Gegenstand eines besonderen Verwahrungsvertrages sind, unter der Voraussetzung, dass der Versicherungsnehmer für das Schadenereignis keine Versicherungsleistung aus einer evtl. bestehenden Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (z.B. eines Unfallgegners) beanspruchen kann. Der Versicherungsschutz ist davon abhängig, dass der Versicherungsnehmer die Sachen nur kurzfristig, längstens 1 Monat, zum Gebrauch im eigenen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder des überbetrieblichen Maschineneinsatzes in Gewahrsam hat. Das Risiko der hiermit in unmittelbaren Zusammenhang stehenden Beförderung, auch mit Kraftfahrzeugen aller Art, ist eingeschlossen.
Was ist ein BBB-Schaden?
Bei einem BBB-Schaden handelt es sich um einen Brems-, Betriebs oder Bruchschaden.

Bremsschaden: Ein Bremsschaden ist unmittelbar durch den Bremsvorgang selbst entstanden und steht nicht im Zusammenhang mit einem Unfall. Typische Bremsschäden sind beispielsweise Schäden am Führerhaus oder an den Bordwänden durch verrutschte Ladung oder schleudernde Anhänger.
Betriebsschaden: Ein Betriebsschaden ist ebenfalls nicht durch einen Unfall, sondern ausschließlich durch die spezielle Verwendung des Fahrzeugs (so z.B. ein Verwindungsschaden bei einem Baustelleneinsatz), durch einen Bedienungsfehler, durch fahrtechnisches Fehlverhalten oder durch Versagen der Mess-, Regel- oder Sicherheitseinrichtungen entstanden.
Reiner Bruchschaden: Ein reiner Bruchschaden ist auch nicht durch einen Unfall, sondern ausschließlich durch Überbeanspruchung, Konstruktions- oder Materialfehler entstanden. Zudem darf der Schaden nicht unter die Garantie- oder Gewährleistungspflicht eines Dritten fallen. Schäden durch Abnutzung oder Verschleiß gelten selbstverständlich nicht als reine Bruchschäden.
Was ist eine SFA?
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen (SFA) sind gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1a FZV zulassungsfrei und dementsprechend i.S.d. § 3 Nr. 1 KraftStG von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Alle selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von bis zu 20 km/h müssen eine gültige Betriebs- oder Einzelbetriebserlaubnis vorweisen, um in Betrieb gesetzt werden zu dürfen. Liegt eine bbH von mehr als 20 km/h vor, muss zudem ein amtliches Kennzeichen der örtlichen Zulassungsbehörde beantragt werden. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h muss der Halter des Fahrzeugs seinen vollständigen Namen und seinen Wohnort oder die Firmenanschrift zumindest auf der linken Seite des Fahrzeugs dauerhaft und deutlich lesbar anbringen, um in Schadensfällen eventuelle Haftungsangelegenheiten ermöglichen zu können (§ 4 Abs. 4 FZV).
Für selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit Kennzeichen wird eine Zulassungsbescheinigung Teil 1 ausgegeben, die beim Betrieb des Fahrzeugs ständig mitzuführen und auf Verlangen auszuhändigen ist. Bei Maschinen bis 20 km/h bbH genügt das Mitführen der Übereinstimmungsbescheinigung oder Einzelgenehmigung. Werden selbstfahrende Arbeitsmaschinen entgegen ihrer Bestimmung zweckentfremdet und beispielsweise für Güterverkehr eingesetzt, entfällt die Steuerfreiheit. Dies kann als Steuerhinterziehung bestraft werden.
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit mehr als 20 km/h Höchstgeschwindigkeit müssen eine KFZHaftpflichtversicherung vorweisen. Liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bei maximal 20 km/h, besteht keine Versicherungspflicht (gem. § 2 Abs. 1 Nr. 6 PflVG). In diesen Fällen werden Schadensfälle von der Betriebshaftpflichtversicherung oder Privathaftpflichtversicherung gedeckt.
Ist Tierhaltung mit versichert?
Das Halten von Nutz- und Zuchttieren gilt über die Betriebshaftpflicht generell als mit versichert. Auf Wunsch kann die Nutz- und Zuchttierhaltung ausgeschlossen werden, hierfür gibt es einen Beitragsnachlass. Das Halten von Hunden und Pferden ist gegen Beitragszuschlag versicherbar. Insbesondere bei der Pferdehaltung gibt es verschiedenste Möglichkeiten der Absicherung welche jedoch i.d.R. alle beitragspflichtig sind.

Rechtsschutz

Wie stelle ich eine Angebotsanfrage an die GVO?
Nutzen Sie hierzu den Erfassungsbogen Landwirtschaftliche Rechtsschutzversicherung.
Warum brauche ich eine Rechtsschutzversicherung?
Nach einem Streit mit dem Arbeitgeber, Vermieter und Nachbar oder als Verkehrsteilnehmer können erhebliche Kosten auf Sie zukommen, wenn der Streit eskaliert und vor Gericht verhandelt wird. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt dann für Sie die Anwalts- und Verfahrenskosten.
Wozu eine Verkehrsrechtsschutzversicherung?
Nach einem Unfall im Straßenverkehr geraten die Beteiligten oft in Streit. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung kann in solchen Fällen hilfreich sein, denn sie übernimmt die Kosten für Anwalt und Gericht, wenn der Versicherte Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüche gegen den Unfallgegner oder dessen Versicherung durchsetzen muss. Der Schutz greift zum Beispiel auch für:
  • Fußgänger und Radfahrer.
  • Streitigkeiten rund um den Autokauf, wenn der Tarif Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht bietet
  • Fahrgäste von Bussen und Bahnen
Vor allem Vielfahrer sind mit der Versicherung gut beraten.
Warum gibt es eine Wartezeit, und ab wann greift der Versicherungsschutz?
Um reine Zweckabschlüsse zu vermeiden, gibt es die Wartezeit. Das ist ein zeitlich beschränkter Risikoausschluss, der verhindern soll, dass Verträge für bereits schwelenden Streit abgeschlossen werden. Eine Wartezeit gilt in der Regel für die Rechtsbereiche Arbeitsrecht, Wohnungs- und Grundstücksrecht, Vertrags- und Sachenrecht, Sozialrecht, Steuerrecht und Verwaltungsrecht in Verkehrssachen. Sie beträgt in der Regel 3 Monate (im Arbeitsrecht manchmal sogar 6 Monate). Keine Wartezeiten gibt es im Schadensersatz-, Straf-, Ordnungswidrigkeiten-, Disziplinar- und Standesrechtsschutz, sowie im Beratungsrechtsschutz im Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht. Beim Verkehrsrechtsschutz gelten einige Leistungen - wie Schutz im Vertrags- und Sachenrecht - erst nach einer Vertragslaufzeit von meist drei Monaten. Für Schadenersatzfälle besteht keine Wartezeit.
Für welche Leistungen zahlt die Rechtsschutzversicherung?
Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Verfahrenskosten für verschiedene Rechtsbereiche. Dazu gehören beim Paket „Privat-, Beruf- und Verkehrsrechtsschutz“:
  • Vertrags- und Sachenrecht, etwa bei Streit um schlechte Qualität einer gekauften Sache
  • Sozialrecht, etwa bei Streit mit der Krankenkasse um Pflegestufen
  • Schadenersatzrecht, zum Beispiel beim Einfordern von Schadenersatz nach einem Unfall
  • VerkehrsrechtlicheStreitigkeiten, etwa Streit um den Entzug der Fahrerlaubnis. Dieser Verkehrsrechtschutz kann auch als einzelner Versicherungsbaustein versichert werden
  • Arbeitsrecht, etwa eine Kündigung, um nicht gezahlten Lohn oder um den Inhalt eines Arbeitszeugnisses
  • Steuerrecht, bei Ärger mit dem Finanzamt
  • Strafrecht, zum Beispiel beim Vorwurf eines fahrlässig begangenen Vergehens (Steuerhinterziehung, einfache Körperverletzung)
  • Familien- und Erbrecht. Verbraucher bekommen aber nur eine einmalige Beratung bei akuten Fragen zu etwa Unterhalt, Versorgungsausgleich, Sorgerecht oder Annahme einer Erbschaft. Prozesskostenschutz im Familien- und Erbrecht sehen Rechtsschutzversicherungen nicht vor.
Je nach Vertrag und Bausteinen können auch enthalten sein:
  • Wohnungs- und Grundstücksrecht, etwa bei Streit mit Ihrem Vermieter um Nebenkosten oder Schönheitsreparaturen
Kann ich eine Rechtsschutzversicherung trotz laufendem Verfahren abschließen?
Eine Rechtsschutzversicherung können Sie auch abschließen, wenn Sie gerade ein laufendes Gerichtsverfahren haben. Allerdings bringt Ihnen das für das laufende Verfahren nichts. Versicherungsleistungen können Sie nicht für Konflikte in Anspruch nehmen, die bereits bei Vertragsabschluss bestanden haben. Sollten Sie nach Ihrem laufenden Verfahren eine Revision oder Berufung anstreben, ist diese demnach auch nicht versichert. Diese Regelung gilt unabhängig von den Wartezeiten, die je nach Tarif für bestimmte Leistungsbausteine bestehen können. Beim Verkehrsrechtsschutz gibt es meist keine Wartezeit, bei den übrigen Bausteinen beträgt sie häufig drei Monate. Um bei Rechtsstreitigkeiten abgesichert zu sein, ist es daher empfehlenswert, auf Veränderungen in der Lebenssituation zeitnah zu reagieren und frühzeitig eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen beziehungsweise den vorhandenen Versicherungsschutz anzupassen. Waren Sie beispielsweise längere Zeit selbstständig tätig und beginnen nun wieder eine Festanstellung, sollten Sie über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung inklusive Berufsrechtsschutz oder eine entsprechende Erweiterung Ihres vorhandenen Tarifs nachdenken. Das Gleiche gilt, wenn Sie eine Wohnung kaufen und diese vermieten – hier ist der Vermieterrechtsschutz sinnvoll.
Wann sind Streitigkeiten mit Behörden versichert?
Ob und in welchem Umfang Streitigkeiten mit Behörden über die Rechtsschutzversicherung versichert sind, hängt vom jeweiligen Tarif ab.
Grundsätzlich können über den Sozial- und Verwaltungsrechtsschutz folgende Streitigkeiten mit Behörden versichert sein:
  • Widerspruchsverfahren im Verwaltungsrecht: Übernahme der außergerichtlichen Anwaltskosten, wenn Sie beispielsweise einen Kindergartenplatz einklagen möchten
  • Gerichtsverfahren im Verwaltungsrecht: Übernahme der Verfahrenskosten, wenn Sie beispielsweise mit einer Verwaltungsbehörde wegen eines Kindergartenplatzes streiten
  • Widerspruchsverfahren im Sozialrecht: Übernahme der außergerichtlichen Anwaltskosten, wenn Sie zum Beispiel einem Rentenbescheid widersprechen möchten
  • Gerichtsverfahren im Sozialrecht: Übernahme der Verfahrenskosten, wenn Sie etwa vor einem Sozialgericht eine Erwerbsunfähigkeitsrente durchsetzen möchten
  • Widerspruchsverfahren im Steuerrecht: Übernahme der außergerichtlichen Anwaltskosten, wenn Sie beispielsweise Einspruch gegen einen Steuerbescheid einlegen wollen
  • Gerichtsverfahren im Steuerrecht: Übernahme der Verfahrenskosten bei einem Streit vor einem Finanzgericht, zum Beispiel weil das Finanzamt Werbungskosten nicht anerkennt
Was ist versichert im Landwirtschafts- und Verkehrsrechtsschutz?
Arbeits-Rechtsschutz
Sie müssen einen Ihrer Mitarbeiter entlassen. Dieser ist damit nicht einverstanden und klagt vor dem Arbeitsgericht. Hiergegen möchten Sie sich wehren.
Sozial-Rechtsschutz vor Gerichten
Sie sollen die Sozialversicherungsbeiträge nicht korrekt abgeführt haben. Eine Nachzahlung ist festgesetzt. Dagegen klagen Sie.
Schadenersatz-Rechtsschutz
Ihr Mitarbeiter fällt nach einem unverschuldeten Unfall für fünf Wochen aus. Ihre geleistete Lohnfortzahlung möchten Sie vom Unfallverursacher zurückerstattet bekommen.
Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
Die von Ihnen gekauften Ferkel leiden an einer Krankheit und gehen ein. Sie fordern von dem Verkäufer Ihr Geld zurück.
Ihr neuer Geländewagen steht mehr in der Werkstatt als auf Ihrem Hof. Nach mehreren missglückten Reparaturversuchen fordern Sie die Erstattung des Kaufpreises.
Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
Die Ordnungsbehörde wirft Ihnen vor, gegen die Arbeitsschutzbestimmungen verstoßen zu haben. Sie wehren sich dagegen.
Ihnen wird vorgeworfen, bei Rot über die Ampel gefahren zu sein. Sie möchten sich gegen den Vorwurf wehren.
Straf-/Disziplinar-/Standes-Rechtsschutz
Durch Überdüngung soll es an einem nahegelegenen Teich zu einen Fischsterben gekommen sein. Es wird Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung erstattet. Hiergegen möchten Sie sich wehren.
Ihr Mitarbeiter soll mit dem Traktor beim Rangieren ein parkendes Fahrzeug beschädigt haben. Es wird wegen Unfallflucht ermittelt. Er möchte sich dagegen wehren.
Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz
Sie haben einen Teil Ihrer Grundstücksfläche zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet. Der Pächter zahlt den Pachtzins nicht. Sie müssen Ihren Anspruch durchsetzen.
Mit einem benachbarten Landwirt gibt es Unstimmigkeiten über den Grenzverlauf. Er nutzt Flächen, die zum Teil Ihnen gehören. Hiergegen gehen Sie vor.
Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten
Das Finanzamt verlangt eine Nachzahlung für die von Ihnen beschäftigten Erntehelfer. Hiergegen möchten Sie klagen.
Was ist Cross-Compliance Rechtsschutz?
Seit 2005 knüpft die Europäische Union ihre landwirtschaftlichen Subventionen an strenge Umweltstandards. Diese Verknüpfung nennt sie Cross Compliance. Mit systematischen sowie anlassbezogenen Kontrollen prüft sie, ob die Betriebe ihre Vorgaben einhalten. Verstöße werden mit Kürzungen bis hin zur vollständigen Rückforderung der Fördermittel geahndet. Schützen Sie sich vor diesem unkalkulierbaren Risiko.
Kürzt die EU im Rahmen des Cross Compliance Ihre Direktzahlungen, stehen wir Ihnen zur Seite. Unser Cross-Compliance-Rechtsschutz unterstützt Sie in verwaltungsrechtlichen Verfahren bei einem tatsächlichen oder behaupteten Verstoß in den Bereichen:
  • Umwelt
  • Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit
  • Tiergesundheit
  • Tierschutz
Versicherungsschutz gilt:
  • Bei Fahrlässigkeit (nicht bei Vorsatz)
  • Für den außergerichtlichen Bereich
  • Für den gerichtlichen Bereich
Was ist Spezial-Straf-Rechtsschutz?
Der Spezial-Straf-Rechtsschutz bietet deshalb die finanziellen Mittel um:
  • spezialisierte Rechtsanwälte mit der umfassenden Verteidigung zu beauftragen,
  • den Strafvorwurf von Vorsatzdelikten einzuschließen, solange keine rechtskräftige Verurteilung wegen Vorsatz erfolgt,
  • gutachterliche Stellungnahmen zu finanzieren, die nicht erst durch ein Gericht, sondern bereits im Vorfeld von der Verteidigung veranlasst worden sind.
Der Unterschied des Spezial-Straf-Rechtsschutzes zum allgemeinen Straf-Rechtsschutz besteht darin, dass bei Letzterem in der Regel nur dann Versicherungsschutz besteht, wenn dem Versicherungsnehmer eine fahrlässig begangene Straftat in Form eines Vergehens vorgeworfen wird.